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17.06.2022

Neue Leiterin für das Tagespflegehaus St. Raphael

Lisa-Marie Schäfer hat die Aufgabe im Januar übernommen

Burbach. Lisa-Marie Schäfer ist die neue Pflegedienstleiterin des Tagespflegehauses St. Raphael in Burbach. Seit Januar leitet sie die Einrichtung des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein e.V. an der Steinhardtstraße 4 – nicht zu verwechseln mit dem Pflege-Seniorenzentrum Haus St. Raphael der Mariengesellschaft unter der gleichen Adresse. „Das ist für Außenstehende schwer zu unterscheiden“, weiß Caritas-Vorstand Matthias Vitt. Lisa-Marie Schäfer hat sich daher auf die Fahnen geschrieben mit der Tagespflege im Ort „sichtbarer“ und präsenter zu werden, um „im Dorfleben bekannter zu sein“, wie sie Bürgermeister Christoph Ewers auf dessen Stippvisite in der Einrichtung verriet. „Ich möchte ein bisschen ,frischen Wind‘ reinbringen“, sagt die 28-Jährige.

Die neue Leiterin hat darüber hinaus bereits erste Ideen umgesetzt, freut sich Charlotte Boes, Leiterin Bereich Altenhilfe im Caritasverband, über den Elan der neuen Führungskraft. „In den Räumen hat sich einiges getan und auch auf der Terrasse. Die neuen Hochbeete etwa kommen bei den Gästen gut an.“ Die sehen nicht nur schön aus, sondern werden von den Mitarbeiterinnen gemeinsam mit den Gästen bewirtschaftet. Seit Eröffnung der Tagespflege vor 12 Jahren gehört es zum Konzept, die Gäste ein den Tagesablauf aktiv einzubinden und zum Mitmachen zu motivieren. Dazu gehört auch die Vorbereitung des Mittagessens. „Wir kochen täglich frisch vor Ort“, erklärt Lisa-Marie Schäfer – nun auch verstärkt mit Gemüse aus eigenem Anbau.

"Die Pandemie hat Spuren hinterlassen"

In der Einrichtung arbeiten neben Lisa-Marie Schäfer, die in Lützeln aufgewachsen ist und in Niederdresselndorf wohnt, zwei weitere Betreuungskräfte, zwei Teilkräfte sowie eine Hauswirtschafterin/Köchin. Dazu kommen vier Mitarbeiter im Fahrdienst. Die zwölf Plätze teilen sich im Laufe der Woche verschiedene Gäste. Die meisten kommen zwei- oder dreimal die Woche. Seit Corona sind es im Durchschnitt acht Gäste, die zwischen 7.30 und 16.30 Uhr betreut werden. „Die Pandemie hat Spuren hinterlassen“, beschreibt Matthias Vitt die Lage. Zunächst war die Tagespflege – wie viele andere Einrichtungen auch – von einem harten dreimonatigen Lockdown betroffen. Danach pendelte sich die Auslastung bei etwa 66 Prozent ein. „Nach wie vor ist eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Wir freuen uns über jeden weiteren Gast“, lädt Charlotte Boes dazu ein, vorbeizukommen und die Einrichtung kennen zu lernen.

„Es ist sehr idyllisch mit den schönen Heimbuchen, und im Hintergrund plätschert der Ginnerbach – das erwarte man gar nicht“, stellte Bürgermeister Christoph Ewers bei seinem Besuch fest. Aus einem Gruppenraum, in dem gerade gespielt wurde, drangen derweil ausgelassenes Gelächter und später auch Gesang nach außen. „Und drinnen ist mächtig Leben in der ,Bude‘. Es ist schön zu sehen, dass sich die Gäste hier wohlfühlen und zu Aktivitäten ermuntert werden.“ Spiele in Gruppen, viele Begegnungen, das gemeinsame Vorbereiten und Einnehmen der Mahlzeiten und bei Bedarf Singen oder ein Gottesdienst – das alles gehört zum Alltag. Wer hingegen Zeit für sich haben möchte, bekommt auch diese zugestanden.

Angebot der Einrichtung soll wieder erweitert werden

Die Entscheidung, die Dienste einer Tagespflegeeinrichtung in Anspruch zu nehmen, ist mit vielen Fragen verbunden. Unter Umständen auch mit Irrtümern: „Wir bieten keine stationäre Kurzzeitpflege an“, stellt Lisa-Marie Schäfer klar. Mit diesem und anderen Missverständnissen wird sie täglich konfrontiert. Um diese möglichst frühzeitig auszuräumen, bietet sie auch Pflegeberatung zu Hause an. Was viele Gäste und deren Angehörige nicht wissen: Die Kosten der Tagespflege werden größtenteils von der Pflegeversicherung übernommen und belasten nicht das Budget der Pflegesachleistungen bei häuslicher Pflege, das Budget für die Tagespflege ist also zusätzlich.

Lisa-Marie Schäfer hofft, demnächst nicht nur das Angebot in der Einrichtung weiterzuentwickeln, sondern auch wieder außerhalb des Tagespflegehauses in Burbach und darüber hinaus regelmäßig unterwegs zu sein. „Gemeinsame Unternehmungen – beispielsweise die Eisdiele zu besuchen oder einen Ausflug zu machen – waren während der Pandemie nicht möglich. Ich wünsche mir für unsere Gäste und meine Mitarbeiterinnen, dass sich die Situation weiter entspannt und sich im Herbst nicht wieder verschärft, damit solche Aktivitäten wieder regelmäßig möglich sind“, hofft die neue Einrichtungsleiterin.

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