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08.10.2021

Betreuungsangebot für die Zukunft sichern

Grundsteinlegung des OGS-Neubaus in Niederdresselndorf

Niederdresselndorf. Weder ein viktorianisch anmutender, zahnradbetriebener Sessel à la H.G. Wells noch ein schnittiger 80er-Jahre Sportwagen, der zurück in die Zukunft reist, verschwanden jetzt in der Wand des OGS-Neubaus an der Hickengrundschule in Niederdresselndorf. Ein kleiner Zylinder war es, der auf „Zeitreise“ ging. „Ich bin seit 18 Jahren Bürgermeister, aber das ist auch für mich eine Premiere“, verriet Christoph Ewers. Burbachs Bürgermeister und Schulleiterin Nicole Freitag legten die mit Münzen, der aktuellen Ausgabe des Amtsblatts und den Bauplänen befüllte Kapsel in eine U-Schale und füllten diese mit Mörtel, ehe diese im Ziegelmauerwerk des künftigen Hausaufgabenraums verbaut wurde. Später soll eine Tafel die Stelle des symbolischen Grundsteins markieren.

„Wenn man keinen Platz hat, muss man bauen“, beschrieb Bürgermeister Ewers die simple Wahrheit und Notwendigkeit des Projekts. „Erstmals mussten wir Kinder ablehnen, die Kapazitätsgrenze ist erreicht“, ergänzte Nicole Freitag. „Der Neubau ist dringend erforderlich und wir freuen uns, dass es jetzt losgeht.“ Und wie: „Es geht richtig schnell voran“, lobte die Schulleiterin. „Seit den ersten Überlegungen ist es eine sehr konstruktive und kooperative Zusammenarbeit“, nahm der Verwaltungschef den Faden auf. Den OGS-Kindern, die der Grundsteinlegung beiwohnten versprach er: „Und beim nächsten Mal wenn wir hier sind, machen wir richtig Party!“

1,5 Millionen Euro Investition

Rund 20 Jahre nach den ersten Gehversuchen hat die Bedeutung des offenen Ganztags in Nordrhein-Westfalen und bundesweit stark zugenommen. Das freiwillige Betreuungsangebot hat sich im Schulalltag vieler Erst- bis Viertklässler etabliert. Die Zahl der Kinder, die nach dem Schulunterricht die OGS besuchen, ist stetig gestiegen. Durch den ab 2026 in Kraft tretenden Rechtsanspruch wird die Nachfrage nach den Betreuungsplätzen weiter steigen. Mit dem Neubau auf dem Schulhof Vor der Hub 2 reagiert die Gemeinde Burbach frühzeitig auf diese Entwicklung. Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Kommune hierfür in den Teilstandort der Hickengrundschule, 145.600 Euro davon werden gefördert.

Im Sommer 2020 legte die Verwaltung der Politik die Pläne für das Gebäude vor, im Herbst wurde der Bauantrag vorbereitet, der schließlich Ende Januar 2021 eingereicht und im August vom Kreis Siegen-Wittgenstein genehmigt wurde. Der erste Spatenstich folgte umgehend am 31. August, mit den Hochbauarbeiten wurde am 23. September begonnen. Den Wunschtermin zur Fertigstellung gibt Projektleiter Jörg Ahnert mit September 2022 an. Allerdings: „Die Materialbeschaffung ist aktuell bekanntlich äußerst schwierig. Wir sind mit den ausführenden Unternehmen im regen Austausch und tun alles dafür, damit die OGS im kommenden Sommer einziehen kann.“

Barrierefreier und energetischer Ausbau

Der Bau wird im laufenden Schulbetrieb durchgeführt. Das bedeutet natürlich Beeinträchtigungen, die Abstimmung zwischen Rathaus und Schulleitung ist daher sehr eng und intensiv. Auf das Endergebnis dürfen sich die 102 Schülerinnen und Schüler, sieben Lehr- und drei Integrationskräfte sowie eine DAZ-Lehrerin, Sekretariat und Hausmeister aber jetzt schon freuen. Das neue Gebäude wird über eine 450 Quadratmeter große Fläche zur Betreuung im offenen Ganztag verfügen (1880 Kubikmeter umbauter Raum). Das Untergeschoss wird in Massivbauweise errichtet, das obere in Holzrahmenbauweise. So hatte die Gemeinde zuletzt auch das neue Verwaltungsgebäude mit Aula am Schulzentrum Burbach bauen lassen.

Auf einer Grundfläche von 23 mal 11,5 Metern entsteht im Untergeschoss u.a. der Hausaufgabenraum mit mobiler Trennwand, der mit dem angrenzenden Speisesaal verbunden werden kann. Hier sollen später auch Veranstaltungen stattfinden können. Neben der Küche und getrennten Sanitäranlagen für die Kinder sowie das Personal sind weitere Kellerräume und der Technikraum vorgesehen. Im Obergeschoss gibt es ein Foyer, zwei Gruppenräume, einen Bewegungsraum, ein Büro und ein Aufenthaltsraum für das Personal sowie weitere Sanitäranlagen.

35 Kinder können gleichzeitig betreut werden

Der Hauptzugang der neuen OGS wird über den Schulhof erfolgen, im Untergeschoss gibt es einen Zweiteingang, zum Beispiel für Lieferverkehr. Ein Aufzug parallel zum Treppenhaus garantiert die Barrierefreiheit innerhalb des Gebäudes. Mittels Photovoltaikanlage mit Speichersystem auf dem Gründach soll der Strom für den Eigenbedarf selbst produziert werden. Geheizt wird mit einer Pelletheizung.

Ausgelegt ist der Neubau auf die Betreuung von gleichzeitig 35 Kindern. Wie viele Schülerinnen und Schüler hier zeitversetzt, je nach Unterrichtsschluss, tatsächlich den offenen Ganztag besuchen werden, ist noch nicht absehbar. Für den in den kommenden Jahren zu erwartenden steigenden Bedarf hat die Gemeinde Burbach jedenfalls den Grundstein für die notwendige Infrastruktur an der Hickengrundschule gelegt.

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