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12.05.2022

Spatenstich für das glasfaserschnelle Internet im Kreis Siegen-Wittgenstein

Gefördertes Infrastrukturprojekt startet in Hilchenbach

Hilchebnbach/Burbach. Nun kann das schnelle Netz endlich kommen. Der symbolische Spatenstich in Hilchenbach ist der Auftakt zu umfangreichen Tiefbau- und Glasfaserarbeiten im ganzen Kreisgebiet. Zum offiziellen Baubeginn trafen sich Landrat Andreas Müller, Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis, Gigabitkoordinator des Kreises Martin Schreier und Bernd Klaus, Geschäftsleiter des Infrastrukturunternehmens GREENFIBER. Im Auftrag des Kreises wird GREENFIBER in den kommenden zwei Jahren die sogenannten "weißen Flecken" im Kreis Siegen-Wittgenstein an das schnelle Netz anbinden.

Keine "weißen Flecke" mehr

Landrat Andreas Müller freute sich, dass endlich die Bagger rollen: „Jetzt kann es losgehen und wir schließen die bisher unterversorgten Adressen an das schnelle Internet an. Diese letzten zwei Prozent hin zur Vollversorgung haben es noch mal in sich. Wir arbeiten alle Hand in Hand, um schnelle Up- und Downloadraten in jedes Haus zu bekommen. In Zeiten von Home-Office und Home-Schooling ist das unerlässlich.“ Dem Beginn der Bauarbeiten ist eine lange Ausschreibungs- und Planungsphase vorausgegangen. Als unterversorgt gelten Adressen, bei denen eine Downloadgeschwindigkeit von unter 30 MBit/sek erreicht werden.

Auch für Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis bedeutet der symbolische Akt einen großen Schritt in Richtung digitale Zukunft. „Wir sind begeistert, dass sich das Unternehmen hier angesiedelt hat und in Hilchenbach viele Menschen vom Ausbau profitieren werden.“ Das glasfaserschnelle Internet für die bisher unterversorgten Gebiete wird durch Fördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.

Burbach will komplettes Gemeindegebiet anschließen

Dieses Ausbauvorhaben in Höhe von fast 115 Millionen Euro ist deutschlandweit eine der größten Investitionen in digitale Infrastruktur und wird vom Gigabitkoordinator des Kreises, Martin Schreier, begleitet. „Mehr als 4.000 Adressen im Kreis profitieren von dem Ausbau, für den 870 km Glasfaserkabel verlegt werden müssen. 120 Gewerbegebiete, 60 Schulen und unsere Krankenhäuser bekommen einen direkten Glasfaseranschluss – das ist ein wichtiger Schritt für unsere Infrastruktur und ein toller Schub für unseren Wirtschaftsstandort“, so Landrat Andreas Müller. In Burbach profitieren 242 unterversorgte Adressen von dem geförderten Ausbau. Um jedoch allen Burbacherinnen und Burbachern einen Glasfaseranschluss im Fahrwasser der kreisweiten Maßnahme zu ermöglichen, plant die Gemeinde mit GREENFIBER die Gründung einer kommunalen Netzgesellschaft. Die Vorvermarktungsphase hat bereits begonnen. Entschließen sich bis zum 30. Juni 2022 ein Drittel der Haushalte für einen Glasfaseranschluss bis ans Haus (sog. FTTH-Anschluss, also "Fiber to the Home" - Glasfaser bis ans Haus), kann das Glasfasernetz Burbach in kommunaler Hand eigenwirtschaftlich gebaut werden. Andernfalls bleibt es lediglich beim Anschluss der unterversorgten Adressen. Wer bis zum genannten Stichtag Ende Juni einen Anschluss bucht, erhält diesen kostenlos! Es fallen dann lediglich die Kosten für das gebuchte Telekommunikationspaket von GREENFIBER an. Nach spätestens zwei Jahren kann zu einem anderen Provider gewechselt werden, denen der Zugang zum Glasfasernetz Burbach dann offenstehen wird.

Erste Bauabschnitte im Kreis definiert

Damit das schnelle Netz möglichst bald im ganzen Kreis nutzbar ist, sieht der Plan einen gleichzeitigen Baubeginn in fünf Kommunen vor: Hilchenbach, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freudenberg und Wilnsdorf. In der vergangenen Woche hatte GREENFIBER die Verträge für den Ausbau der ersten Bauabschnitte mit je einem Bauunternehmen geschlossen, darunter auch eine im Kreis ansässige Firma. In den kommenden Wochen und Monaten werden viele hunderte Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel durchs Kreisgebiet gezogen und die Verteilertechnik errichtet. Der Ort des Spatenstichs ist nicht zufällig gewählt. Den Hilchenbacher Siebelnhof haben die Glasfaserexperten übernommen und vor Ort die Zentrale ihres Engagements im Kreis errichtet. Die Detailplanung für Burbach erfolgt in Abhängigkeit vom Erfolg der Vermarktung, da der Komplettausbau eine andere Vorbereitung und Logistik erfordert als die Planung der geförderten Maßnahmen. Vorgesehen ist jedoch, dass auch der Komplettausbau Burbachs in den kommenden zwei bis zweieinhalb Jahren durchgeführt wird.

"Erfahren und gut vorbereitet"

GREENFIBER-Geschäftsleiter Bernd Klaus zeigt sich optimistisch, dass das Projekt trotz nicht immer einfacher Bodenverhältnisse und eines engen Zeitrahmens erfolgreich umgesetzt werden kann. „Unser Planungsteam, unsere Tiefbauer, unsere Glasfaserspezialisten und auch die Partner aus der Region sind erfahren und gut vorbreitet.“

Dem ersten Spatenstich sollen nun schnell die Bagger folgen. Neben den Erdarbeiten ist die Errichtung der Verteiltechnik sowie die Anbindung an die lokalen Knotenpunkte für die kommenden Wochen und Monate vorgesehen. Wenn weiterhin alle so gut zusammenarbeiten, kann auch in den weißen Flecken des Kreises schon bald das digitale Zeitalter beginnen.


Pressebild

Glasfaser Spatenstich » 9,6 MB

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