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16.04.2026

Gemeinde setzt Programm zur Stärkung der Ortskerne fort

75.000 Euro für private Baumaßnahmen.

gb Burbach. Bereits das 16. Jahr in Folge unterstützt Burbach private Häuslebauer und Sanierer mit dem gemeindeeigenen „Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“. Auch im Haushalt 2026 stehen wieder 75.000 Euro zur Verfügung, um den Kauf, den Neubau sowie die energetische oder barrierefreie Sanierung zu unterstützen. Ziel ist der Erhalt und der Neubau von Immobilien mitten in den Dörfern. Wie auch das Baulückenkataster ist es somit ein Instrument, um Eigentümerinnen und Eigentümer oder Bauwillige zu motivieren, weiterhin in den Orten zu Wohnen bzw. dort zu bauen.

Wie etabliert die gemeindliche Förderung ist, zeigt die große Nachfrage: In den ersten dreieinhalb Monaten wurden bereits rund 49.000 Euro der Fördermittel abgerufen. Etwa 26.000 Euro sind für dieses Jahr noch im Fördertopf. Im vergangenen Jahr 2025 wurden insgesamt 65 Maßnahmen bewilligt, einige Anträge mussten abgelehnt werden, da das Programm bereits im August ausgeschöpft war. Auch damals stand ein Fördervolumen von 75.000 Euro zur Verfügung.


Das Engagement der Kommune soll einen zusätzlichen Anreiz neben den bekannten Förderkulissen, beispielsweise der KfW-Bank, sein und auch die Realisierung von vergleichsweise kleinen Projekten ermöglichen. Im Jahr 2022 wurden rund 120 Maßnahmen mit einem Fördervolumen von insgesamt 140.000 Euro bewilligt.

Gefördert wird neben dem Kauf von Bestandsgebäuden auch der Neubau im Ortskern – hierfür ist jedoch der vorherige Abriss einer Altimmobilie an gleicher Stelle Bedingung. Die Förderung eines Neubaus in einer Baulücke ist somit ausgeschlossen. Für Kauf (ab 50.000 Euro) und Neubau (ab 100.000 Euro) beträgt der Förderbetrag pauschal 1100 Euro pro Ein- oder Zweifamilienhaus. Zusätzlich können 300 Euro pro Kind beantragt werden, wobei die Maximalförderung insgesamt 2300 Euro betragen kann. Wer sein Eigenheim barrierefrei umbaut oder energetisch saniert, kann sich 10 Prozent der Bruttoinvestitionen (mindestens 5000 Euro) fördern lassen. Der Förderhöchstbetrag ist mit 1375 Euro festgesetzt.

Burbach fördert seit einigen Jahren auch Maßnahmen des Hochwasserschutzes über das gemeindeeigene Förderprogramm; beispielsweise das Abdichten von Kelleröffnungen, Türen und Fenstern, die Verlagerung von Sicherheitskästen oder Heizungstechnik auf ein höheres Niveau, die Installation von Pumpen etc. Ein Viertel der Bruttoinvestitionskosten können hier geltend gemacht werden (Mindestinvestition 500 Euro), der Förderhöchstbetrag liegt bei 275 Euro.

Die gleiche Förderquote gilt bei einer dorfgerechten Bepflanzung von Freiflächen im Ortskern: 25 Prozent der Bruttoinvestition (mindestens 500 Euro) können gefördert werden, maximal jedoch 275 Euro. Der Fachbereich Bauen und Wohnen hat hierzu eine umfangreiche Übersicht über alle einheimischen und Bäume und Sträucher zusammengestellt.

Weitere Boni von 50 bis 250 Euro gibt es für die Inanspruchnahme einer kostenlosen Beratung durch die ehrenamtlichen Klimabotschafter der, einen geringeren Energiebedarf als bei der Altimmobilie oder für die Verwendung ökologischer Baustoffe.

Das „Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“ ist ein Baustein, der im Rahmen der Burbach-Initiative „LebensWERTE Dörfer“ entwickelt. Insgesamt wurden seit 2010 circa 1.500 Maßnahmen mit einem Fördervolumen von rund 1.000.000 Euro aus dem gemeindlichen Programm unterstützt.


Über die Einzelheiten der Rahmenbedingungen und Anforderungen sowie mögliche Kombinationen verschiedener Förderelemente informiert die Broschüre zum „Burbacher Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“, die auch als Download auf der Internetseite der Gemeinde Burbach zu finden ist unter www.burbach-siegerland.de/Wirtschaft-Bauen/Bauen/Burbacher-Förderprogramm. Ansprechpartnerin für persönliche Rückfragen zum Förderprogramm ist Anna-Lena Herrmann, E-Mail AL.herrmann@burbach-siegerland.de oder unter Tel. (0 27 36) 45 84.
Samuel Reuter nimmt Anfragen für die Klimabotschafter per E-Mail s.reuter@burbach-siegerland.de oder unter Tel. (0 27 36) 45 35 entgegen.

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Gemeinde Burbach »
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