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Helfen beim plötzlichen Herztod

Nächstes Notfalltraining in Gilsbach am 19. August

Am kommenden Mittwoch, 19. August 2015, findet die nächste Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach“ mit einem Notfalltraining für alle Interessierten zum Thema „Plötzlicher Herztod“ im Gilsbacher Dorfgemeinschaftshaus statt. Beginn ist um 20.00 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei der Arbeitsgruppe um ihren Sprecher Kai Langenbach und dem durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe erarbeiteten Konzept handelt es sich um ein in der Region bislang einmaliges Projekt mit dem Ziel, unter dem Motto „Prüfen – Rufen – Drücken“ möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für das Thema „Plötzlicher Herztod“ zu sensibilisieren, aber auch durch praktische Übungen lebensnotwendige Notfallmaßnahmen bei einem Herzstillstand/Herzinfarkt einzuüben. Parallel dazu werden so genannte automatisierte externe Defibrillatoren (AED) in ihrer Funktionsweise vorgestellt. Mittlerweile sind 17 AED’s an öffentlich zugänglichen Orten installiert worden, um im Notfall schnell verfügbar zu sein.

„Alle 6 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod. Damit ist der plötzliche Herztod – zusammen mit den Herz-Kreislauf-bedingten Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland“, macht Kai Langenbachdeutlich. „Die Chance, einen plötzlichen Herztod zu überleben, liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei etwa 6 – 7 Prozent. In anderen Ländern ist die Überlebenschance deutlich höher. Wir haben in Deutschland und ganz speziell im Kreis Siegen-Wittgenstein einen sehr gut organisierten Rettungsdienst und sehr gute Kliniken. Jedoch verstreicht im Falle eines Kreislaufstillstands oft wertvolle Zeit, weil die im Notfall Anwesenden sich nicht trauen mit der Wiederbelebung zu beginnen und so die wichtige Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Grund hierfür ist oft die Angst etwas falsch zu machen, aber nichts ist im Falle eines Kreislaufstillstands schlimmer als nicht zu helfen.“ Deshalb möchte die Arbeitsgruppe einen Beitrag dazu leisten, mit den öffentlichen Notfalltrainings und der Schulung im Umgang mit den AEDs die Bevölkerung fit zu machen für die erste Hilfe, um so die Überlebenschancen für Betroffene zu erhöhen.

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