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Schiedspersonen

Die Idee, Streitigkeiten durch Schlichtung beizulegen, ohne sogleich einen Richter zu bemühen, ist modern und hat dennoch Tradition. Die Institution der vorgerichtlichen Streitschlichtung durch Schiedsmänner und Schiedsfrauen ist über 185 Jahre alt. Seit 1827 existiert das Schiedsmannswesen, zunächst nur in der damaligen Provinz Preußen. Bis heute hat sich diese Art der Streitschlichtung bewährt. Rund 3.000 Fälle werden landesweit im Jahr bearbeitet, von rund 1.400 Mitgliedern, die dem Landesverband in NRW angeschlossen sind. Die Schiedspersonen können kein "Urteil" fällen, sondern nur versuchen, die Parteien gütlich zu einigen. Das gelingt landesweit rund in 2/3 aller Fälle.

Kurt Stücher und Friedhelm Eibach sind seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich als Schiedsleute tätig. Ihre Freizeit setzen sie ein, um Menschen wieder miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn in aller Regel haben die Parteien, die bei Ihnen zu Gast sind, schon länger kein Wort mehr miteinander gewechselt. Oder das Gespräch bestand aus Zank und Streit. „Es sind die Kleinigkeiten, die, teilweise auch künstlich, aufgebläht werden und bei denen wir dann zum Einsatz kommen“, schildern die beiden Pensionäre. „Dem einen kräht der Hahn zu laut und dem anderen wächst der Baum des Nachbarn in den eigenen Garten.“

Rund 10 bis 11 Fälle sind es im Jahr, die in jedem Schiedsamtsbezirk verhandelt werden und alle unterschiedlich sind. „Kein Fall gleicht dem Nächsten“, so beide unisono. Und die brauchen Zeit. Bis sich die Parteien dann hoffentlich die Hand geben, gilt es, verschiedene Schritte zu unternehmen. „Am Anfang steht, auch wenn es erst mal bürokratisch klingt, ein Antrag, der den Namen und die Anschrift der Parteien sowie den Gegenstand der Verhandlung enthält. Doch bürokratisch ist das Verfahren eigentlich nicht, sondern eher im Gegenteil zu den meisten Prozessen geht es hier schneller voran“, so Kurt Stücher. Friedhelm Eibach ergänzt: „Das heißt aber nicht, dass nicht sorgfältig gearbeitet wird. Wir lesen uns intensiv in den Fall ein, schauen vor Ort vorbei, schreiben die Protokolle und führen letztlich dann die Verhandlung bei uns in den Wohnzimmern durch.“

Für bestimmte Privatklagedelikte ist eine Schlichtungsverhandlung vor dem Schiedsmann vorgesehen, zum Beispiel bei Hausfriedensbruch, leichte und fahrlässige Köperverletzung oder Sachbeschädigung. Mehr Informationen zum Schiedsamt erhalten Sie auch unter Links.

In Burbach sind zwei Schiedsamtsbezirke eingerichtet. Hier sind mittlerweile Tilla-Ute Schöllchen (Bezirk I) für

  • Burbach
  • Gilsbach
  • Lippe
  • Wahlbach
  • Würgendorf

und Friedhelm Eibach (Bezirk II) für

  • Holzhausen
  • Nieder- und Oberdresselndorf
  • Lützeln

zuständig.

Kontakt

Friedhelm Eibach »
Erlenweg 5
57299 Burbach

Telefon: 02736 3700
Tilla-Ute Schöllchen »
Masurenstraße 7
57299 Burbach

Telefon: 02736 447018
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