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Privates Engagement ausgezeichnet
RWE Klimaschutzpreis für das Jahr 2011 verliehen
Rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Daher liegen in der Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden besonders hohe Einsparpotentiale in Hinblick auf den Klimaschutz. Seit 2010 fördert die Gemeinde Burbach darum private Hausbesitzer in den Ortskernen mit einem speziellen Förderprogramm bei allen Maßnahmen, die zu Energie- und CO2-Einsparungen beitragen.
„Unverzichtbar ist jedoch privates Engagement, das über das normale Maß hinausgeht“, so Bürgermeister Christoph Ewers. Drei solcher Beispiele aus der Gemeinde Burbach wurden daher jetzt – im Rahmen des Klimaforum Burbach - mit dem vom RWE gestifteten Klimaschutzpreis 2011 ausgezeichnet:
Das Ehepaar Frank und Anna Reinschmidt baute 2001 ein Haus in Burbach, dass Erdwärme mit Hilfe einer Wärmepumpe zu Heizwecken nutzt. Heute wird der dazu notwendige Strom zum Großteil mit einer nachträglich errichteten Photovoltaikanlage erzeugt. Damit konnten sie den CO2-Ausstoß ihres Gebäudes um ca. 2,6 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren.
Henrik und Meggy Michel aus Niederdresselndorf führten in den letzten zwei Jahren eine komplette energetische Sanierung eines Hauses Baujahr 1974 unter Berücksichtigung von erneuerbaren Energien durch. Dazu gehörten u.a. der Austausch der alten Fenster gegen neue Fenster mit Dreifachverglasung, umfangreiche Dämmmaßnahmen an Dach, Gebäudehülle und Kellerdecke. Die Ölheizung wurde durch eine Erdwärmeheizung mittels Wärmepumpe ersetzt. Außerdem wurde eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung errichtet. Zusätzlich wird ein Holzkamin mit Wassermantelwärmetauscher in das Heizsystem eingebunden. Der Reduzierung des Energieverbrauchs dient dazu noch eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Im Ortsteil Lippe steht das Haus der dritten Preisträgerin Monja Schoeppner. Familie Schoeppner hat ebenfalls ein bestehendes Haus saniert und setzt nun erneuerbare Energien in Form von Biomasse ein. Hier wurden auch dreifachverglaste Fenster und Türen eingebaut und Dach- und Außenwandflächen gedämmt. Die Heizung wurde von Nachtspeicherstrom auf Holz in Form von Scheitholz und Holzpellets umgestellt. Ein Kaminofen wurde in einen Heizkamin mit Verbindung zum Heizungssystem umgebaut sowie ein neuer Pufferspeicher mit 1.500 l-Fassungsvermögen eingebaut. Erwähnenswert ist außerdem, dass sich Familie Schöppner bei der Gestaltung der Außenanlagen viele Gedanken um den Natur- und vor allem den Vogelschutz gemacht hat. So wurden u.a. drei Teiche angelegt, etliche Meter Hecke mit einheimischen Gehölzen gepflanzt und zusätzlich acht Vogelhäuschen aufgehängt.
Das insgesamt zur Verfügung stehende Preisgeld von 1.000 Euro wurde auf Vorschlag der Jury, dem Ausschuss für Umwelt, Klima und Dorfentwicklung, auf alle drei Preisträger gleichmäßig verteilt.
Bernhard Preckel, der als Vertreter des Stifters RWE die Urkunden überreichte, freute sich ebenso wie die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Klimaforums über die gelungenen Beiträge zum Klimaschutz.

Übergabe des Klimaschutzpreises 2011: Monja Schoeppner, Bernhard Preckel (RWE), Sebastian Schoeppner, Bürgermeister Christoph Ewers, Meggy u. Henrik Michel
Weiterer Preisträger: Preisträger Frank Reinschmidt
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