Aktuelles
Vorsicht, Sonnenbrand!
Auch wenn die größte Hitze bei uns jetzt erst mal vorbei ist, für den August erwarten die Wetterdienste wieder sehr heiße und sonnige Tage. Sonne ist super. Viele Menschen genießen jeden Strahl, Kinder und Jugendliche zieht es nach draußen und der Sonnenschutz? Er ist keineswegs selbstverständlich, doch unbedingt notwendig, denn die Strahlung der Sonne birgt neben positiven Effekten für den Körper und das Wohlbefinden leider auch Gefahren für die Gesundheit.
UV-Strahlung schädigt das Erbgut in den Hautzellen. Diese Schäden können von den Hautzellen bis zu einem bestimmten Maß selbst repariert werden. Bei ausgedehnten Sonnenbränden sowie häufigen Solarienbesuchen funktioniert das aber nicht mehr. Ohne dass ein Sonnenbrand auftreten muss, kann es somit zum Hautkrebs kommen. Daran erkranken in Deutschland pro Jahr ungefähr 140.000 Menschen. Hautkrebs ist damit die häufigste Krebserkrankung überhaupt. Circa zehn bis fünfzehn Prozent davon entfallen auf den schwarzen Hautkrebs, das so genannte maligne Melanom. Daran sterben pro Jahr 2.000 bis 3.000 Menschen. Die Neuerkrankungsrate für den schwarzen Hautkrebs hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht. Gründe hierfür sind das gezielte und ausgiebige Sonnenbaden in der Natur und im Solarium. Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine hohe UV-Belastung und Sonnenbrände besonders in Kindheit und Jugend einen erheblichen Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs im späteren Leben darstellen.
Die Haut regiert auf die UV-Strahlung: Sie wird braun und gleichzeitig verdickt sich deren Hornschicht. Damit wappnet sie sich vor weiterer Strahlungsintensivität. Doch dieser so genannte Eigenschutz der Haut bewirkt freilich nur, dass man sich eine gewisse Zeit der Sonne bzw. UV-Strahlung aussetzen darf, bevor man schließlich einen Sonnenbrand erleidet. Der UV-Eigenschutz bewahrt nicht davor, dass das Erbgut geschädigt wird oder mutiert und vermindert damit also auch nicht das Hautkrebsrisiko.
Coole Tipps für heiße Tage:
- Anziehen! Am besten schützt weite, bequeme und helle Kleidung: T-Shirt, Hose oder Rock bis über die Knie, Schuhe und ein Hut mit breiter Krempe oder ein Tuch, das auch den Nacken schützt.
- Sonnenbrille auf! Die Augen schützt man am besten mit einer getönten Brille, die am Kopf seitlich richtig anliegt. Die Gläser sollten mit den Filtergraden „Cat2“ oder „Cat3“ und „UV 400“ oder „100% UV“ gekennzeichnet sein.
- Eincremen! Alle nackten Körperstellen am besten eine halbe Stunde vorm Rausgehen dick eincremen. Nicht vergessen: Stirn, Nase, Ohren Nacken, Schultern Hände, Knie und Fußrücken! Für Kleinkinder wird ein Lichtschutzfaktor (LSF) von 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens ein LSF von 20 empfohlen - bei empfindlicher Haut höher. Die Sonnencreme sollte gegen UV-A und gegen UV-B schützen.
- Nachcremen! Denn nach Schwitzen, Baden und Abtrocknen ist die Creme wieder ab. Nachcremen verlängert den Schutz aber nicht. Es erhält ihn nur.
- Zwischen 11 und 15 Uhr sonnenfrei! In dieser Zeit die Sonne meiden. Denn mittags ist die UV-Strahlung am höchsten. Also dann lieber ins Haus gehen. Da kann einen der Sonnenbrand nicht erwischen.
- Schatten suchen! Sonne ist super, aber zu viel davon mag die Haut nicht. Daher zwischendurch immer mal wieder einen schattigen Platz aufsuchen. Richten Sie sich nach dem UV-Index und schützen Sie ihre Kinder entsprechend! Den UV-Index erfahren Sie im Internet.
- Nicht vergessen zu trinken! Der Körper verliert durchs Schwitzen viel Flüssigkeit. Das muss ausgeglichen werden, also viel trinken, am besten Wasser.
Der UV-Index:
Der UV-Index beschreibt den erwarteten Tagesspitzenwert der ultravioletten Strahlung, kurz UVI. Je höher der UVI, desto höher das Sonnenbrandsrisiko. Der UVI ist vom Sonnenstand abhängig: Im Sommer ist er höher als im Winter, im Süden ist er höher als im Norden. Im Hochgebirge ist er höher als im Flachland. Bewölkung, Luftverunreinigungen und Ozongehalt der Atmosphäre wirken sich ebenfalls aus. Genauso wie Reflexionen an Wasseroberflächen, auf hellem Sand oder Schnee. Weltweit liegt der UVI zwischen 1 und 12. Am Äquator beträgt der UVI bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12. In Deutschland werden im Sommer UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregion noch höhere Werte. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht von April bis September täglich den aktuellen UVI sowie eine Drei-Tages-Prognose im Internet unter www.bfs.de/de/uv/uv_messnetz/uvi/messnetz.html
Ein Tipp der Umweltberatung der Gemeinde Burbach, Tel. 02736/45-82 (Quelle: Umweltbriefe 13 v. 08.07.2010).
zurück






