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NRW-Klimakommune der Zukunft: Burbach erreicht Endrunde
54 Städte und Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen hatten sich um die Teilnahme am Landeswettbewerb „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommune der Zukunft“ beworben, den Umweltminister Eckhard Uhlenberg im Mai ausgeschrieben hatte. Der Minister sucht eine Kommune im ländlichen Raum, die umfassend sowohl Maßnahmen zum Klimaschutz als auch zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen will und hierfür ein schlüssiges Konzept entwickelt hat.
Interessierte Kommunen konnten bis zum 15. Juli eine erste Kurzbewerbung einreichen. Eine zehnköpfige Jury suchte nun aus den Bewerbern in der ersten Runde fünf Teilnehmer für die zweite und letzte Bewerbungsrunde aus. Zu diesen fünf Kommunen gehört neben Bocholt, Rheine, Saerbeck und Schmallenberg auch die Gemeinde Burbach. Jede der Kommunen, die die zweite Runde erreicht haben, erhält vom Umweltministerium eine Förderung von 15.000 Euro, um bis zum Jahresende ein umfassendes Klimaschutz- und Klimanpassungskonzept zu erarbei-ten. Der Sieger der zweiten Runde erhält den Titel der NRW-Klimakommune und kann dann mit einer Landesförderung von bis zu drei Millionen Euro sein Konzept in die Realität umsetzen.
Bei der Bewertung der eingereichten Kurzbewerbungen waren der Jury laut Mitteilung des Umweltministeriums insbesondere die Realisierbarkeit, der innovative Charakter und die langfristige Ausrichtung der Klimastrategie wichtig. Es wurden Bewerbungen ausgewählt, die Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, zum Einsatz erneuerbarer Energien und zur Anpassung an den Klimawandel besonders gut miteinander kombinieren und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept verbinden. Da die „NRW-Klimakommune“ auch als Vorbild für andere Städte und Gemeinden dienen soll, war der Jury zudem die Übertragbarkeit auf andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen wichtig.
Bürgermeister Christoph Ewers: „Klimaschutz ist für die Gemeinde Burbach seit Anfang der 90er Jahre eine wichtiges Ziel und fügt sich in die traditionell sehr aktive Umweltpolitik der Gemeinde ein, die sich bereits seit Beginn der 80er Jahre durch zahlreiche Projekte und regelmäßige Umwelttage mit breitem Engagement der Bevölkerung etabliert hat.“ So wurden in den letzten Jahren u.a. Photovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude installiert (Hauptschule 2006, Hellertalschule 2007) und verstärkt regenerative Energien zu Heizzwecken eingesetzt (Grundschule Wahlbach - Holzpelletheizung 2005; Grundschule Holzhausen – Holzhackschnitzelheizung 2006).
Auch in der Öffentlichkeitsarbeit spielt der Klimaschutz eine große Rolle, mehrmals wurde ein „Tag der erneuerbaren Energien“ organisiert, regelmäßig Klimaschutztipps veröffentlicht und bei den letzten Burbacher Naturschutztage 2005 war die energetische Nutzung von Holz ein Schwerpunkthema.
In der Ideenskizze, mit der sich Burbach als Klimakommune beworben hat, sind unter anderem folgende Projektideen erwähnt:
- Aufbau einer „Burbacher Klima-Initiative“ und eines lokalen Klimanetzwerkes (u.a. aus Architekten, Energieberatern, Handwerkern und interessierten Bürgern)
- Anstreben eines „Plusenergiestandards“ für die wesentlichen öffentlichen Gebäude,
- insbesondere des Burbacher Schulzentrums (Hierfür ist eine Machbarkeitsstudie an die Universität Siegen, Fachbereich Architektur und Städtebau bereits beauftragt worden.)
- Klimagerechte Gestaltung öffentlicher Plätze und der Bereiche in den Ortsmitten mit Kälteinseln, Schattenplätzen und Frischluftzufuhr
- Erhöhung der Baumartenvielfalt im Wald, Optimierung der Forstbewirtschaftungspraktiken und der Waldbrandvorsorge
- Bau einer Biogasanlage zur Nutzung von Grünschnitt, Baum- u. Strauchschnitt aus der Landschaftspflege privater u. öffentlicher Flächen
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Jury. Sie ist eine Bestätigung unserer Politik und Motivation uns weiter engagiert für Umwelt und Klimaschutz einzusetzen“ betont Christoph Ewers. Nun gelte es in Burbach bis zum Jahresende aus der Fülle der Ideen und bereits angestoßenen Projekte ein überzeugendes und realisierbares Konzept zu entwickeln, dass die Jury wiederum überzeugt, um damit endgültig zur NRW-Klimakommune zu werden.
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