Gemeinde Burbach

Veröffentlichungen

15.07.2011

Netzwerk "Kinderbetreuung"
Infoveranstaltung stieß auf große Resonanz

Wie hoch ist der Bedarf für die Betreuung von Kindern? Und zu welchen Zeiten ist er gegeben? Diese und andere Fragen rund um das Thema Kinderbetreuung stellten sich jetzt die Teilnehmer eines Treffens im Burbacher Rathaus. Organisiert wurde der Austausch von Burbachs Gleichstellungsbeauftragter Petra Reuter.

Im Fokus stand zunächst ein Vortrag von Christel Jung vom Fachservice Jugend und Familie des Kreises Siegen-Wittgenstein. Sie informierte rund um das Thema Kinderbetreuung und zeigte die Möglichkeiten auf, die sich bieten. Zentrale Säulen der Betreuung, so Christel Jung, sind die Kindertageseinrichtungen, die Kindertagespflege und die Familienzentren. Besonders die Kindertageseinrichtungen sind erste Anlaufstellen für die Betreuung von Kindern. In Burbach bieten derzeit alle Kindergärten und -tageseinrichtungen eine Betreuung für unter Dreijährige an. Aber auch alternative Betreuungsformen finden sich im Gemeindegebiet. So sind Tagesmütter im Einsatz, die sich bei Betreuungsengpässen um die Kinder kümmern.

Doch insgesamt scheinen die Angebote nicht auszureichen. Belastbare Zahlen, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist, sind zwar nicht vorhanden, aber aus der Wahrnehmung heraus scheinen mehr Plätze notwendig zu sein. Nun sollen Zahlen auf den Tisch. Annette Hering, Vorsitzende des Arbeitskreises Burbacher Unternehmer bot an, innerhalb der Unternehmen eine Umfrage zu starten. Damit soll der Bedarf nach Betreuungsmöglichkeiten abgefragt werden. Aus ihrem eigenen Betrieb wusste sie zu berichten, dass insbesondere in Notfällen oder während der Ferienzeit die Nachfrage steigt. Die Firma Hering bietet daher ein betriebliches Angebot.

Bürgermeister Christoph Ewers hielt es für notwendig, die bereits vorhandenen und neuen Angebote sinnvoll zu koordinieren. Wie dies aussehen kann, muss nun geklärt werden. Denkbar wäre eine private Initiative mit gemeindlicher Unterstützung.

Wichtig ist für Ewers, das adäquate Betreuungsmöglichkeiten auch ein klarer Standortfaktor für Unternehmen und Fachkräfte sind, die die ländliche Region benötigt. Fachkräfte hätten so die Gewissheit, dass während der Arbeitszeit eine zuverlässige Betreuung von Kindern möglich ist, so Ewers.

09.03.2011

Begeistert feierten 350 Frauen den 100. Internationalen Frauentag



Vor ausverkauftem Haus feierten die Frauen, die aus dem gesamten Kreisgebiet angereist wa-ren, im Gläsersaal der Siegerlandhalle den 100. Geburtstag des Internationalen Frauentages. Sie sind der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte und Ge-meinden in Siegen-Wittgenstein und der Kreisgleichstellungsbeauftragten gefolgt. Unterstützt wurde diese Veranstaltung durch den DGB. Frühstücksbrunch, Kabarett mit Christa Weigand und die hochkarätige Talkrunde mit Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im Ministerium für Ge-sundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Siegen, Annette Kurschus, Superintendentin des Kreiskirchenamtes Siegen, Willi Brase, Vorsitzender des DGB Region Südwestfalen, Falk Al-Omary, Regionalvorsitzender des Bundesverbandes Jungunternehmer, Marvus Aydin, Kon-rektorin der Hauptschule Kreuztal-Eichen und Denise Strackbein, Abteilungsleiterin bei den Sportfreunden Siegen, moderiert von Beate Schmies, Chefin des WDR Siegen, fand große Be-geisterung bei den Besucherinnen. „Eine hervorragende Veranstaltung, die dem 100. Internatio-nalen Frauentag absolut entspricht“: so eine Besucherin.

 „Ist der Internationale Frauentag antiquiert oder noch topaktuell?“: so fragten die Gleichstel-lungsbeauftragten. Erst 1918 durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Und dieses Recht haben sie sich hart erkämpft. Nach 1958 dürfen Frauen eigenständig Verträge abschlie-ßen und ihr eigenes Vermögen verwalten. Erst 1976 erhielten Frauen das Recht, ohne Zustim-mung ihrer Ehemänner arbeiten gehen zu dürfen.

„Ist die Gleichberechtigung nun erreicht“: so fragte Beate Schmies die Talkrunde. „Warum wer-den Lagerarbeiter besser bezahlt als Fachkräfte, die in der Kinderbetreuung oder Pflegearbeit tätig sind?“ Themen wie Entgeltgleichheit, Berufswahl von Mädchen, Einführung der Frauenquo-te in den Unternehmen, Hausarbeit, Kindererziehung u.v.m. wurde von den Talkgästen lebhaft diskutiert.

Die  Lacher auf ihrer Seite hatte die Siegerländer Kabarettistin Christa Weigand. Ursel alias Christa Weigand meinte: „Es gibt zu wenig Frauen in den Führungsetagen. Wir können wat und wir trauen uns!“ Und kleinlaut fügte sie hinzu: „Nur net immer“.

Die Gleichstellungsbeauftragten hatten noch eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung. Eine extra für diese Veranstaltung gestaltete Torte wurde mit brennenden Fackeln in den Saal getragen. Diese Torte konnte am Ende der Veranstaltung von den Besucherinnen gegen eine Spende für das Frauenhaus Siegen erworben werden. Bis auf den letzten Krümmel wurde diese Torte verteilt.  Die Spende wird in den nächsten Tagen an das Frauenhaus Siegen übergeben.



14.02.2011

So wie ich will - Mein Leben zwischen Moschee und Minirock

Melda Akbas zu Gast in Burbach

Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Burbach, Petra Reuter, war jetzt die Autorin Melda Akbas zu Gast im Burbacher Bürgerhaus. Dort las sie aus ihrem Buch „So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock“. Im Auditorium saßen rund 300 Schüler der Haupt- und Realschule Burbach. Sie waren ebenfalls der Einladung von Petra Reuter gefolgt.

Die Autorin, 1991 in Berlin geboren und auch dort aufgewachsen, beschreibt in ihrem Buch die Gefühlswelt, die sie zwiespaltet. „In Deutschland bin ich Türkin, in der Türkei Deutsche,“ so Akbas. „Das ist die Problematik, mit der sich viele Migranten auseinandersetzen müssen.“ Ihr Buch behandelt diese Thematik und sie bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, ein Migrantenkind zu sein. Vielmehr, beschreibt die Autorin, würden Vorurteile und Desinteresse das Bild bestimmen. Doch mit ihrem Buch möchte sie damit aufräumen. Eloquent und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen.

Melda Akbas, aufgewachsen in einer Familie von konservativ bis weltoffen, also ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen, versucht selbst den Spagat zwischen ihren muslimischen Wurzeln und ihrer persönlichen  zu schaffen.
Sie selbst möchte mitbauen an einer friedlichen Welt vieler Kulturen und als Frau selbstständig leben und lädt dazu ein, gegenseitig voneinander zu lernen.

Das das Thema Integration auch das Interesse der Schüler geweckt hatte, zeigte sich an den Nachfragen aus dem Saal. Die Bandbreite der Fragen erstreckte sich über Schule und Familie, Abends ausgehen, Religion, Liebe und Heirat. Eine Frage blieb jedoch offen: Nämlich die danach, was sie später einmal beruflich machen wollte. Doch sicherlich wird es etwas sein, dass die Integration und das voneinander Lernen fördert.


Die Autorin Melba Akbas (li.) war jetzt auf Einladung von Petra Reuter, der Gleichstellungsbeauftragten im Bürgerhaus zu Gast und las aus ihrem Buch „So wie ich will – mein Leben zwischen Moschee und Minirock.“


24.09.2009

Scheidungsbroschüre "Trennung, Scheidung - was nun?"


„Trennung, Scheidung – was nun?“ Diese Frage möchten die Gleichstellungsbeauftragten Petra Reuter von der Gemeinde Burbach und Silke Strunk von der Gemeinde Neunkirchen mit der neu aufgelegten Informationsbroschüre beantworten.

Wer denkt schon bei der Hochzeit daran, dass die Zeiten der großen Liebe „bis dass der Tod uns scheidet“ lange vorbei sind. Realität ist jedoch, dass in Deutschland fast jede dritte Ehe geschieden wird.

Gleichwohl verlassen sich auch heute noch viele Frauen auf die soziale Absicherung durch die Ehe und geben ihre Berufstätigkeit auf oder schränken sie ein, um z.B. für die Kinder da zu sein. Dabei ahnen viele von ihnen nicht, dass dies mit einem Armutsrisiko verbunden sein kann, wenn es zur Scheidung kommt. Die Trennung vom Partner bedeutet für viele Frauen nicht nur allein für die Kinder verantwortlich zu sein sondern auch wieder für die eigene Existenz sorgen zu müssen. Nach der Reform des Unterhaltsrechts in 2008 wird ein lebenslanger Unterhaltsanspruch in Zukunft die absolute Ausnahme sein. Daher sind Frauen bei einer Scheidung gewöhnlich härter von finanziellen Einbußen betroffen als Männer.

Jede Scheidung ist schlimm – schlimm für die Partner, die vor den Scherben einer gescheiterten Ehe stehen, aber noch schlimmer für die Kinder. Es müssen Regelungen über so grundlegende und oftmals konfliktträchtige Themen wie Finanzen, Wohnung und Sorgerecht gefunden werden. Eine friedliche Trennung und Scheidung wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Doch häufig wird die Scheidung zum Anlass für einen „Rosenkrieg“ genommen.

Gründe genug eine Informationsbroschüre zu den vielfältigen Trennungs- und Scheidungsfragen aufzulegen. „Gerade in so emotionsgeladenen Zeiten ist es wichtig, handfesten Rat und Sicherheit in rechtlichen Fragen zum Beispiel zum Sorgerecht für die Kinder, zur neuesten Rechtsprechung zum Unterhaltsanspruch, zum Versorgungsausgleich oder zu den Kosten für den Scheidungsprozess zu bekommen.“

Bei der Gestaltung und Textfassung der Broschüre wurde deshalb auch besonders großer Wert auf die Übersichtlichkeit gelegt. Für die juristische Verständlichkeit wurde Rechtsanwalt Axel Weiss mit ins Boot geholt, der Sachverhalte und Ratschläge lebensnah und praxisorientiert aus seiner täglichen Beratungserfahrung formuliert.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei der Gleichstellungsbeauftragten Petra Reuter, Tel (0 27 36) 45-74






14.08.2009

Ausbildungsbroschüre „Mädchenmerker 2009/2010"


In den nächsten Tagen erhalten alle Schülerinnen der Klassen 8, 9 und 10 die Ausbildungsbroschüre „Mädchenmerker 2009/2010“. Herausgegeben wird diese Broschüre von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Siegen-Wittgenstein. Sie wurde in Form eines Taschenkalenders aufgelegt, welche für Mädchen besonders interessant ist und täglich in die Hand genommen werden kann. Mehr als die Hälfte aller Mädchen entscheiden sich nur zwischen zehn verschiedenen Berufen. Mit dem „Mädchenmerker“ möchten die Gleichstellungsbeauftragen den Mädchen eine Hilfestellung zur Auswahl ihres Berufs geben und die Vielzahl der Berufswahlmöglichkeiten aufzeigen. Insbesondere werden hier Berufe aus dem naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich dargestellt, die für Frauen eher untypisch sind. Der Taschenkalender gibt Hinweise zur Bewerbung, wie man sich für ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, Hinweise zur Körpersprache, Informationen zu weiterführenden Schulen, dem Studium sowie Informationen zur Gesundheit, Schönheit, Selbstvertrauen, Schutz vor Gewalt, Handyfallen u.v.m..

Weitere Taschenkalender „Mädchenmerker 2009/2010“ sind im Bürgerbüro der Gemeinde Burbach, Eicher Weg 13, erhältlich.